zit. aus Zeitschrift für sudetendeutsche Geschichte 3/1, 1939 (15. 4. 1939), redaktionelle Verlautbarung
In dem Buch der Geschichte Böhmens und Mährens ist ein neues Blatt aufgeschlagen. Entschluß und Tat des Führers hat den Lauf ihrer Geschicke zurückgelenkt in das Strombett, in welchem sie durch rund ein Jahrtausend abgelaufen waren. In der staatsrechtlichen Verbindung mit dem Reiche sind beide Länder, wie sie an sich schon im mitteleuropäischen Lebensraum des deutschen Volkes liegen, hineingewachsen in den deutschen Kulturbereich. Dem Reich eingegliedert, hat auch das slawische Volkstum beider Länder Schutz und Schirm nicht nur für seine wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung, sondern auch die Bürgschaft für seine nationale Existenz gefunden. Es waren glückliche Zeiten, wenn der Strom der deutschen und der böhmischen Geschichte gleichgerichtet dahinging. Unsere Geschichtsforschung hat schon seit je die Gegebenheiten der erdräumlichen wie der historisch-staatlichen Verbundenheit dieser Länder mit dem Reiche betont. Der Gedanke hieran hat uns in schwerer Zeit Kraft und Zuversicht gegeben. Wir sind glücklich, daß, was wir historisch erarbeitet hatten, nun zur Begründung des gewaltigen Reichbaus der Gegenwart beitragen kann.