München 1938
Der Begriff „München 1938“ ist eine Chiffre für jene historischen Ereignisse am
Vorabend des Zweiten Weltkrieges, die oft auf das Münchener Abkommen vom 30.
September 1938 reduziert werden. Im Mittelpunkt des Geschehens stand die
sudetendeutsche völkische Bewegung, damals repräsentiert von Konrad Henlein
(1898-1945) und der von ihm geführten Sudetendeutschen Partei in der
Tschechoslowakei. Historische Darstellungen beschäftigen sich bisher vorwiegend
mit den europapolitischen Aspekten jener Ereignisse. Die im folgenden
präsentierten Dokumente lenken die Aufmerksamkeit auf das damalige Kapitel der
sudetendeutschen Geschichte sowie auf die nach dem Krieg populäre
Henlein-Legende. Zugleich bieten sie auch Hilfe für all diejenigen historisch
Interessierten, die nicht verstehen, warum Henleins Sudetendeutsche Partei als
die Fünfte Kolonne des nationalsozialistischen Deutschen Reiches gilt.
Konrad Henlein und die
Henlein-Legende
Konrad Henleins Bekenntnis: Wir
glaubten fanatisch und unbeirrbar
Konrad Henlein: Die deutschen
Kulturaufgaben in der Tschechoslowakei
Die Rede spiegelt die Grundsätze des völkischen Kultur- und
Gesellschaftsverständnisses wieder und dokumentiert anschaulich, wie
antidemokratisch und antiliberal die damalige völkische sudetendeutsche
Kulturpolitik und warum sie unvereinbar mit dem politischen System der
tschechoslowakischen Republik war. Heute werden solche Ideen mit dem Begriff
„Rechtsextremismus“ bezeichnet.
Sudetendeutsche Partei als Fünfte Kolonne
Werner Röhr: Der „Fall Grün“ und das
Sudetendeutsche Freikorps
in: Hans Henning Hahn (Hg.): Hundert Jahre sudetendeutsche
Geschichte. Eine völkische Bewegung in drei Staaten, Frankfurt am Main 2007, S.
241-256
Über vergessene sudetendeutsche Vorläufer und Mitstreiter Hitlers
In Bildern von damals - Regards/Paris Match
- Il Mattino -
Sudetendeutsche Bilder
Zum historischen Hintergrund
Gustav Stresemann über die
Sudetendeutschen
Mit den Augen von damals
Alfred Kerr über die „Sudetenkrise“ 1938